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Ausschnitt aus „Keller Platt – Wörterbuch“
Äajepanz Egoist aal Gluck alte dicke Frau aal mäaddenanner alle zusammen ääläazisch allein, einzig Äamer Eimer Abtritt Klohäuschen draußen annischder anders Aueremeescher Uhrmacher Bäsem Besen begöddereert unpassend angezogen Béxjen Höschen Biwwernéckel Schmetterling bótz dein Schznuddel putz deine Nase Box Hose Boxentinnes Hosenmatz Butschzeak Zecke Däann, Scheierdäann Tenne, Scheunentenne Däißel Deichsel Dimmerwädder Donnerwetter Ducksaal Empore in der Kirche Ehscht Egge elännijen Hond elender Kerl, elender Hund en gillijem Kehr eine Haarnadelkurve Fieschder Fenster Fliejer Flugzeug Foazknöaden kleiner Mann Gääß Ziege Gallijevurrel Galgenvogel geliet geleuchtet gemäanerhand normalerweise Génkgel übervolle Nase, Nasenschleim Görjel Kehle Gräantsaak schlecht gelaunte Person Haabutzer Heuschrecke Hönnespäak Löwenzahn Höolläntdertreifjer Holunderträubchen Schnuddelsaak jemand, dem die Nase läuft Schnur Schwiegertochter Uhr Ohr Uhrebémbelscher Ohrringe
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Uuse Schölerwäh
De Motder rijft de Traap eroff: „Jett Käanner, nöu steht off. Zijt äisch flott önn on wäascht äisch et Gesiet, soss komm der haut noch se speet!“
Flott hömmer de Mellisch getronk, de Schmeer ön de Hand, on säin dännen anneren nougerannt.
Et woa noch e bessjen donkel, weil et woa eescht siwwen Auer. Laascht et Häakelschen woa et uus nett geheier.
Näwent der Strouß hatte mir e Peätschen geträät, weil fönn dämm Kisswää hönn emmer de Pennen gefäält.
Vömm Hetdebärsch öous woa et net mee wäit. Dou hömmer schönn die eescht Schellijer Käanner gesijn.
De Schölhoaf hött gewimmelt vön Grußen on vön Kläanen, ön zwöo Reijen offgestallt, dann hött de Schäall gebimmelt.
De Fräulein Ziegler, dänn Häa Weber on dänn Häa Schleimer hönn uus daat gelehrt, wott mir haut kénnen.
Wenn se uus och bestrouft on manschmoul och geschloun, doufier säi mir dännen net bees, mäa hatden et sischer och emoul verdijnt.
Haut wésse mir, wott se mäat uus fiern Ärwet hatden. Äwwer mäa säin dankboa, datt mäa se frijer hatden.
Dänn Häämwäh woa ganz schehn wäit, Schellijen eroff broucht mäa vill Zäit. Bäi Stoffels hätt de Boll bäim Krönnen gehang, dou konntde mir trenken, bis et Waaßer uus oawen gestann.
Mönschmoul äss de Schellijer Miller off de Tur gefoa, dann dörfte mia eroffkrawweln off de Woun, wenn mäa nemmen woaren uuser poa.
Dahäam hött de Motder mäat däa Zopp gewoat. Se woa net meh rischdisch wärm, weil et Holz schönn aal verbrannt woa öm Härd.
Sö säi mir gekratschelt bei jedem Wädder, Daach fir Daach, öm Summer woa et esö klijdisch on öm Wäantder äss de Schnuddelnööß gelaaf.
Acht Joa woa en lang Zäit, mönschmoul hatde mäa ennerenanner Sträit. Emoul woare mäa aal sesommen Freund. Et hätt uus näischt geschööt, dat mir gang säin bei Daach on bei da Nööt.
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Das Keller Platt-Wörterbuch erhalten Sie auf Anfrage bei mir zum Preis von 8,60 Euro. Wer gerne den Preis aufrundet oder darüber hinaus, kann dies gerne tun. Der Mehrerlös geht an einen guten Zweck. Der Presseartikel unten beschreibt die Aktion.
Stricken für Weißrussland
Von unserem Mitarbeiter KELL AM SEE. "Ich bin doch nicht die Einzige, die hier Gutes tut, das sind doch die rund 25 Strickfrauen." Das war die Reaktion von Ordensschwester Anna Gertraud des Schwesternhauses in Kell am See, der in Form einer Ordensverleihung eine besondere Überraschung widerfuhr.Grund für diese Äußerung war der Besuch von Geschäftsführer Michael Witzel und des Kreisbeauftragten Egon Lichtmeß des Malteser Hilfsdienstes, die ihr ein unerwartetes Geschenk überbrachten. Die Leiterin der Strickrunde der rund 30 Keller Frauen, die sich einmal wöchentlich treffen, um für einen guten Zweck zu stricken, erhielt die Jubiläumsmedaille des souveränen Malteser Ritterordens, die dieser aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Malteser Hilfsdienstes im vergangenen Jahr gestiftet hat. Gestrickt wird von November bis Ostern Witzel gratulierte Anna Gertraut im Namen der Malteser und hielt eine kleine Laudatio. "Seit 1971 stricken die Frauen im Alter von 63 bis 85 Jahren von Kell am See, die so genannte ‚Missions-Strickrunde', unter Ihrer Leitung für einen guten Zweck. Diese Hingabe hat so viel Lob erfahren, dass diese Auszeichnung mehr als gerechtfertigt ist." Gestrickt werde in den Wintermonaten von November bis Ostern, einmal in der Woche, jeweils donnerstags von 13 bis 17 Uhr. Dann treffen sich die Frauen zur gemütlichen Runde bei Kaffee und Kuchen, immer das Stricken im Vordergrund. "Allein im vergangenen Jahr haben wir 177 Decken, 150 Pullover, 77 Paar Strümpfe, 70 Mützen und einige Schals gefertigt, das ist eine phantastische Leitung der Strickrunde", antwortet Schwester Anna Gertraut auf Witzels interessierte Frage. "Bis vor fünf Jahren haben wir die fertigen Stricksachen in unsere Missionsstationen nach Afrika und Südamerika geschickt, "doch durch unterschiedliche Umstände kamen die Sachen nicht mehr an die Zielorte. Deshalb geben wir die fertigen Produkte seit dieser Zeit dem Malteser Hilfsdienst in Waldrach". Von dort werde der Transport mit eigenen Fahrzeugen in die Ukraine, Weißrussland oder Rumänien abgewickelt. Dort kämen die Sachen in Kinderheime und Krankenhäuser, würden also an arme Menschen verteilt. "Wir sind uns sicher, dass die Sachen auch da ankommen, wo sie hingehören." Das bestätigten Witzel und Lichtmeß der Ordensschwester zu deren Freude. "Die Medaille sollte am Verleihungstag und bei wichtigen Anlässen getragen werden", empfahl Witzel der Ordensschwester. "Ich werde das gerne tun", versprach die Geehrte. "Doch ich werde sie in Vertretung für alle Strickfrauen tragen."
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