07.06.2008 Alexander Harig, Trier Als ich dieses Buch (Milch so weiß wie der Tod) gekauft habe, war mir nicht sofort klar, was mich erwarten sollte. Bücher dieser Art gibt es immerhin wie Sand am Meer. Doch gerade dieses Buch glänzt durch seine klare, chronologisch angeordnete Struktur, nachvollziehbare Ermittlungsansätze und einen Detailreichtum, welcher so in dieser Form nur durch einen ehemaligen Kriminalisten dargestellt werden kann. Dem Leser wird vermittelt, selbst in die Rolle des Ermittlers Spürmann zu schlüpfen, der stets mit neuen spannenden Situationen konfrontiert wird. Daher gab es für mich eigentlich keinen erwähnenswerten Spannungsabfall. Besonders bemerkenswert auch die Beschreibung der Umgebungen der einzelnen Tatorte. Letztendlich hat man als Leser den Eindruck, Land, Leute und Geschehnisse tatsächlich zu erleben. Für mich persönlich, ein äußerst gelungenes Werk von Hannes Wildecker. Ich hoffe, es werden noch etliche Bücher in dieser Art nachfolgen. Ich lese mit Vorliebe Eifelkrimis, aber diese Bücher stehen diesen absolut in nichts nach. 10.03.2008 Was brachte die nachfolgende Ausschreibung der "Krimikiste", Osnabrück? "Euer Wunschbuch für Folge 50 Bald ist es soweit und die Krimikiste präsentiert ihre 50. Folge. Wie bei Jubiläen so üblich, passiert für gewöhnlich etwas atemberaubend Neues. Daher meine Idee: Ihr dürft euch wünschen, welches Buch ich anlässlich der 50. Folge vorstellen werde. Die Kriterien sind bekannt: der Krimi sollte von einem deutschen, österreichischen oder schweizerischen Autor stammen und nicht mehr als 300 Seiten umfassen. Ich freue mich auf Eure Vorschläge!" Das Ergebnis: "Die Krimikiste stellt vor: Hannes Wildecker “Tatort Hunsrück - Milch, so weiß wie der Tod”. Kommentar: "Ich kenne die Region ja gar nicht. Dennoch kann man sich die Örtlichkeiten im Kopf gut vorstellen, man fühlt sich gleich heimisch. Weiterer Pluspunkt: Es menschelt in dem Buch und es wird immer wieder Bezug auf den ersten Band genommen. Sehr harmonisch, keine Intrigen, kein Mobbing. Man spürt die berufliche Erfahrung des Autors. Viel Lokalkolorit, Anekdoten, zahlreiche Randinformationen sowie historische und landschaftliche Details. Da kommt es dem Autor wirklich zugute, dass er es schafft, eine gewisse Altersweisheit, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern auf eine erhabene Art, Häppchenweise so nebenbei einfließen zu lassen. Das Cover des Buches passt wie die Faust aufs Auge. Bodenständiger Regionalkrimi, gute Unterhaltung."